Wann und wie Sie Ihr Säule-3a-Guthaben in der Schweiz beziehen können, wie die Auszahlung besteuert wird und warum eine gestaffelte Auszahlung mehrere Tausend Franken Steuern sparen kann.
Offertas Redaktion · Aktualisiert 1. Juli 2026
Die Säule 3a ist gebundene Selbstvorsorge — das Guthaben ist grundsätzlich bis zur Pensionierung blockiert. Ein ordentlicher Bezug ist frühestens fünf Jahre vor Erreichen des ordentlichen AHV-Rentenalters möglich. Wer über das Rentenalter hinaus erwerbstätig bleibt, kann den Bezug aufschieben und weiter einzahlen — meist bis maximal fünf Jahre über das Rentenalter hinaus.
Daneben gibt es klar geregelte Gründe für einen vorzeitigen Bezug:
Das ausbezahlte 3a-Kapital wird nicht zum übrigen Einkommen gezählt, sondern separat und zu einem reduzierten Satz besteuert — die sogenannte Kapitalauszahlungssteuer. Bund, Kanton und Gemeinde erheben diese Steuer einmalig im Jahr der Auszahlung.
Wichtig: Der Steuersatz ist progressiv. Je höher der ausbezahlte Betrag in einem einzigen Jahr, desto höher der prozentuale Steuersatz. Die konkrete Belastung hängt stark vom Wohnkanton und der Wohngemeinde ab — die Unterschiede zwischen den Kantonen sind beträchtlich. Als grobe Orientierung liegt die Belastung auf üblichen 3a-Guthaben typischerweise im tiefen einstelligen bis unteren zweistelligen Prozentbereich.
Weil der Steuersatz progressiv ist, lohnt es sich fast immer, das Guthaben nicht in einem einzigen Jahr zu beziehen, sondern über mehrere Jahre zu staffeln. Das gelingt am besten, wenn man von Beginn an mehrere separate 3a-Konten führt.
Faustregel: Ein einziges 3a-Konto kann bei der Auszahlung teuer werden. Zwei bis fünf Konten geben Ihnen Spielraum, den Bezug steueroptimiert zu verteilen.
Wer im selben Jahr auch Pensionskassenkapital (2. Säule) bezieht, sollte aufpassen: Kapitalleistungen aus 2. und 3. Säule werden für die Steuerberechnung häufig zusammengezählt. Eine zeitliche Trennung über mehrere Jahre reduziert die Progression.
Der Bezug der Säule 3a ist gut planbar — und wer früh mehrere Konten führt und die Auszahlung über mehrere Jahre staffelt, spart oft mehrere Tausend Franken Steuern. Die optimale Strategie hängt von Ihrem Wohnort, dem Guthaben und Ihrer weiteren Vorsorge ab. Schildern Sie Ihre Situation im Offertas-Chat und erhalten Sie einen Überblick über passende Vorsorge- und 3a-Lösungen für Ihren Bezugsplan.
Ab wann kann ich die Säule 3a beziehen?
Ordentlich frühestens fünf Jahre vor Erreichen des ordentlichen AHV-Rentenalters. Vorzeitig ist ein Bezug bei Wohneigentum, Selbständigkeit, definitivem Wegzug ins Ausland, voller IV-Rente oder Einkauf in die Pensionskasse möglich.
Wie wird das 3a-Guthaben besteuert?
Das Kapital wird separat vom übrigen Einkommen zu einem reduzierten, aber progressiven Satz besteuert (Kapitalauszahlungssteuer). Die Höhe hängt stark vom Wohnkanton und der Gemeinde sowie vom Betrag ab.
Warum sind mehrere 3a-Konten sinnvoll?
Weil der Steuersatz progressiv ist, senkt eine gestaffelte Auszahlung über mehrere Jahre die Steuerlast. Mit mehreren Konten lässt sich der Bezug auf verschiedene Steuerjahre verteilen und die Progression brechen.
Was gilt für Ehepaare beim 3a-Bezug?
Kapitalleistungen im selben Jahr werden in vielen Kantonen zusammengerechnet. Ehepaare sollten ihre Bezüge deshalb auf unterschiedliche Jahre verteilen, um die progressive Steuer zu reduzieren.
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