Lohnt sich eine Solaranlage in der Schweiz 2026? Kosten pro kWp, Einspeisevergütung, Pronovo-Förderung, Eigenverbrauch und Amortisation im Überblick.
Offertas Redaktion · Aktualisiert 1. Juli 2026
Kurz gesagt: In den meisten Fällen ja. Trotz des Alpenklimas erreicht die Schweiz gute Sonneneinstrahlungswerte, und die Strompreise sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Wer selbst produzierten Solarstrom im eigenen Haushalt verbraucht, spart genau den Preis, den er sonst dem Netzbetreiber zahlen würde. Genau dieser Eigenverbrauch macht Photovoltaik heute rentabel.
Die Kosten werden meist pro Kilowatt-Peak (kWp) angegeben. Ein typisches Einfamilienhaus hat eine Anlage von 8–12 kWp. Richtwerte inkl. Montage und Wechselrichter (vor Förderung):
Ein Batteriespeicher erhöht den Eigenverbrauch, verlängert aber die Amortisation. Ob er sich lohnt, hängt vom Verbrauchsprofil ab — besonders in Kombination mit Wärmepumpe und Elektroauto.
Der Bund fördert Photovoltaikanlagen über die von Pronovo abgewickelte Einmalvergütung (EIV). Diese besteht aus einem Grundbeitrag plus einem Leistungsbeitrag pro kWp. Für eine typische Anlage auf einem Einfamilienhaus deckt die Einmalvergütung häufig rund 20–30 % der Investitionskosten. Die genauen Ansätze werden regelmässig angepasst — die aktuellen Tarife finden Sie bei Pronovo.
Zusätzlich bieten viele Kantone und Gemeinden eigene Förderprogramme an, die kumulierbar sein können. In der Region Basel lohnt sich ein Blick auf die kommunalen Programme.
Strom, den Sie nicht selbst verbrauchen, wird ins Netz eingespeist. Der lokale Netzbetreiber vergütet diesen zu einem Rücklieferungstarif, der je nach Anbieter und Jahr stark schwankt (typischerweise 5–15 Rappen pro kWh). Weil die Einspeisevergütung meist tiefer ist als der Bezugspreis, gilt die Faustregel: Eigenverbrauch maximieren ist wirtschaftlich attraktiver als möglichst viel einzuspeisen.
Die Amortisationszeit einer Photovoltaikanlage liegt in der Schweiz heute typischerweise bei 10–15 Jahren. Bei einer Lebensdauer der Module von 25–30 Jahren produziert die Anlage danach viele Jahre praktisch kostenlosen Strom.
Rechenbeispiel: Eine 10-kWp-Anlage für CHF 24'000 abzüglich CHF 6'000 Einmalvergütung ergibt Nettokosten von CHF 18'000. Bei einer jährlichen Einsparung und Einspeisevergütung von zusammen rund CHF 1'500–1'800 amortisiert sich die Anlage in etwa 11–13 Jahren. Steigende Strompreise verkürzen die Amortisation.
Wie bei anderen energetischen Massnahmen sind die Investitionskosten für eine Photovoltaikanlage bei selbstbewohntem Wohneigentum in der Regel steuerlich abzugsfähig. Zudem steigert eine Solaranlage den Wert der Immobilie. Beides verbessert die Gesamtrechnung über die reine Stromeinsparung hinaus.
Die Preise für dieselbe Anlagengrösse unterscheiden sich zwischen Anbietern erheblich. Beschreiben Sie Ihr Dach und Ihren Stromverbrauch einmal im Offertas-Chat und erhalten Sie passende Offerten von regionalen Solarinstallateuren — statt jede Firma einzeln anzufragen.
Lohnt sich Photovoltaik auch ohne Batteriespeicher?
Ja. Der Grossteil der Wirtschaftlichkeit kommt aus dem direkten Eigenverbrauch tagsüber. Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauch, ist aber nicht Voraussetzung für eine rentable Anlage.
Wie hoch ist die Pronovo-Förderung?
Die Einmalvergütung besteht aus Grund- und Leistungsbeitrag und deckt bei typischen Einfamilienhaus-Anlagen oft rund 20–30 % der Kosten. Die genauen Ansätze werden laufend angepasst und sind bei Pronovo einsehbar.
Brauche ich eine Baubewilligung für eine Solaranlage?
Auf vielen Dächern sind Anlagen bewilligungsfrei meldepflichtig, insbesondere bei angepasster Montage in Bauzonen. In Schutzzonen oder bei denkmalgeschützten Gebäuden gelten strengere Regeln. Ihr Installateur klärt dies mit der Gemeinde.
Wie lange hält eine Photovoltaikanlage?
Module haben typischerweise eine Leistungsgarantie über 25 Jahre und eine noch längere Lebensdauer. Wechselrichter müssen meist nach 10–15 Jahren ersetzt werden.
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Stand: Juli 2026